Zum Hauptinhalt springen

Russland: Neue Sanktionsregelungen verabschiedet

Am 15. Juni 2028 wurde ein Sanktionspaket verabschiedet. Schwerpunkt liegt vor allem auf den Listungen von Personen/Entitäten. Es handelt sich dabei nicht um das 21. Sanktionspaket, sondern um ein dazwischen geschobenes Listungspaket, vor Erlass des 21. Sanktionspakets.

Ein zentraler Fokus liegt auf dem russischen militärisch-industriellen Komplex: Sanktionen richten sich gegen sieben Personen und 21 Unternehmen, darunter Hersteller und Zulieferer von Drohnen sowie militärischem Gerät, auch unter Einbeziehung von Akteuren aus Drittstaaten wie China. Gleichzeitig nimmt die EU verstärkt Russlands Energieeinnahmen in den Blick, die eine wesentliche Finanzierungsquelle für den Krieg darstellen. Hier wurden zwei Personen und 24 Organisationen gelistet, die am Export von Öl und Erdölprodukten beteiligt sind, insbesondere über die sogenannte „Schattenflotte“, mit der bestehende Sanktionen umgangen werden sollen.

Darüber hinaus adressiert das Paket gezielt Russlands hybride Aktivitäten und Desinformationskampagnen. Zehn Personen und eine Organisation – darunter prominente Propagandisten – wurden sanktioniert, da sie zur Verbreitung manipulativer Narrative beitragen, die den Angriffskrieg rechtfertigen und anti-ukrainische Inhalte verbreiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Fall Alexei Nawalny: 15 Personen sowie eine Organisation wurden wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Verfolgung, Vergiftung und Tod des Oppositionspolitikers sanktioniert. In diesem Kontext richten sich Maßnahmen auch gegen den Einsatz von Überwachungstechnologie zur Kontrolle von Oppositionellen und Demonstrierenden.

Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas haben westliche Sanktionen Russland bereits wirtschaftliche Schäden in Höhe von schätzungsweise 1 bis 1,3 Billionen Euro verursacht. Parallel arbeitet die EU bereits an einem weiteren, umfassenderen Sanktionspaket.

Ergänzend wurden bestehende Maßnahmen im Zusammenhang mit der illegalen Annexion der Krim und Sewastopols verlängert, die nun bis zum 23. Juni 2027 gelten. Die EU bekräftigt damit erneut ihre Nichtanerkennung dieser Annexion und ihre klare Verurteilung des russischen Vorgehens.

(Quelle: IHK Würzburg-Schweinfurt)

Sofern Sie uns Ihre Einwilligung erteilen, verwenden wir Cookies zur Nutzung unseres Webanalyse-Tools Matomo Analytics. Durch einen Klick auf den Button „Webanalyse akzeptieren“ erteilen Sie uns Ihre Einwilligung dahingehend, dass wir zu Analysezwecken Cookies (kleine Textdateien mit einer Gültigkeitsdauer von maximal zwei Jahren) setzen und die sich ergebenden Daten verarbeiten dürfen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in unserer Datenschutzerklärung widerrufen. Hier finden Sie auch weitere Informationen.

Hinweis

Diese Seite gehört zum Außenwirtschaftsportal Außenwirtschaftsportal Bayern.
Geben Sie bitte Ihre PLZ ein, um neben den regionalen Inhalten auch die passenden Ansprechpartner angezeigt zu bekommen.
Sie sind nicht aus Außenwirtschaftsportal Bayern? Dann können Sie diese Seite dennoch besuchen, indem Sie diesen Hinweis schließen.

Jetzt Postleitzahl eingeben