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Trübe Aussichten: Bayerns Exportwirtschaft

München - Die bayerische Exportwirtschaft erwartet in ihren wichtigsten Auslandsmärkten in diesem Jahr keine Geschäftszuwächse, so eine Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) unter 400 Unternehmen.

BIHK-Umfrage: Wenig Zuversicht im weltweiten Geschäft / EU-Binnenmarkt als Stütze

Am meisten abgestürzt sind die Aussichten für das Nordamerikageschäft. Sie erreichen nur noch einen Saldowert von minus 8 Punkten. Der chinesische Markt wird mit minus 13 Punkten von allen Weltregionen am negativsten bewertet. Die einzige Region mit einem positiven Erwartungs-Saldowert (2 Punkte) ist Mittel- und Südamerika, das aber bislang bei weitem nicht zu den bayerischen
Top-Exportmärkten zählt.

Die EU, Norwegen und die Schweiz erweisen sich dagegen als relativ stabile Handelspartner. Dazu trägt neben Erwartungswerten nur knapp unter null die positive Bewertung der aktuellen Exportgeschäfte in diesen Regionen bei: Als einzige erreichen sie mit 4 Punkten eine positive Beurteilung der Lage. Alle anderen Regionen bewegen sich derzeit deutlich im negativen Bereich. Der Saldowert ist die Differenz der Anteile von positiven und negativen Bewertungen.

Wichtigster Grund für die starken Bremsspuren sind die weltweit wachsenden Handelshemmnisse. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen (71 Prozent) spüren eine Zunahme – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Von diesen Unternehmen sehen sich 68 Prozent mit höheren Zöllen konfrontiert, besonders beim Handel mit den USA. Daneben prägen immer mehr nicht-tarifäre Handelsbarrieren den Alltag der Betriebe: Besonders häufig genannt werden lokale Zertifizierungsvorschriften (51 Prozent), strengere Sicherheitsanforderungen (34 Prozent) und verschärfte Exportkontrollen (31 Prozent).

Hier finden Sie die Befragung.

Die Befragung fand vom 2. bis zum 13. Februar 2026 statt und damit noch vor Beginn des Krieges im Nahen Osten.

Außenhandelszahlen finden Sie hier.

 

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