Fürst Carl Schlossbrauerei Ellingen: Mit Go International top auf dem italienischen Markt
Ellingen (März 2026) - Mit jahrhundertealter Brautradition und bayerischer Handwerkskunst hat die Fürst Carl Schlossbrauerei im mittelfränkischen Ellingen erfolgreich den Schritt auf den italienischen Markt gewagt. Unterstützt durch das Förderprojekt Go International gelang es der Traditionsbrauerei, eine nachhaltige Exportstruktur in Italien aufzubauen und neue Kundengruppen zu erschließen.Erste Schritte im Exportgeschäft
Das Logo der Schlossbrauerei Fürst Carl, das den Namensgebers Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede zeigt
Der Einstieg in das Exportgeschäft liegt bei der Fürst Carl Schlossbrauerei bereits einige Jahre zurück. Mit wachsender Erfahrung und steigender Nachfrage wurde das Auslandsgeschäft systematisch ausgebaut.
Zielmärkte und internationale Nachfrage
„Heute exportieren wir unsere Biere nach Italien, in China haben wir ein Lizenzgeschäft“, so Katalin Fürstin von Wrede. „Der Fokus liegt seit 2019 auf Italien. Eine italienische Agentur wurde auf uns aufmerksam, als sie nach einer bayerischen und idealerweise fränkischen Brauerei Ausschau hielt, mit der sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen konnte.“ Die Kriterien für die Agentur waren: erstklassige Bierqualität, gelebte Tradition, Familienbetrieb, Regionalität, langjährige Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. „Das sind die Werte, die auch von unserem italienischen Partner vertreten werden, und die in einer fränkischen Brauerei wiedergefunden werden sollten“, so Katalin Fürstin von Wrede.
Dort konzentriert sich das Absatzgebiet vor allem auf Norditalien – insbesondere auf die Regionen Venetien, Friaul und Trentino. Das Kundennetzwerk umfasst Restaurants, Pizzerien und Bars, die Wert auf authentische, handwerklich gebraute Biere legen.
Unterstützung durch Go International
Messestand in Mailand
Auf das Förderprogramm Export Bavaria 3.0 –Go International wurde die Brauerei durch die Wirtschaftsförderung im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen aufmerksam, die eng mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken in Verbindung steht. Die IHK berät und unterstützt KMU bei der Teilnahme an diesem Förderprojekt. Ziel war es, den italienischen Markt professionell zu erschließen und dabei typische Markteintrittsrisiken zu minimieren.
Im Rahmen von Go International nutzte die Fürst Carl Schlossbrauerei unter anderem folgende Fördermaßnahmen:
- Marktanalyse und Marktrecherche für Italien
- Entwicklung einer zielgruppengerechten Marketingstrategie
- Übersetzung von Flyern, Produktkatalogen und Website ins Italienische
- Aufbau einer italienischsprachigen Website
- Messeauftritt auf der „L’Artigiano in Fiera“ in Mailand inklusive Standfläche, Messestand, Dolmetscher und Messeabwicklung
Die Gesamtkosten der Maßnahmen beliefen sich auf rund 24.000 Euro, wovon etwa 11.100 Euro gefördert wurden
Nachhaltige Erfolge im Zielmarkt
Die gesetzten Ziele wurden nach Angaben von Katalin Fürstin von Wrede erreicht: Seit 2019 besteht eine erfolgreiche Partnerschaft mit einem italienischen Generalimporteur. Dadurch konnte sich die Fürst Carl Schlossbrauerei dauerhaft im italienischen Markt positionieren und ein stabiles Vertriebs- und Kundennetzwerk aufbauen. Der Messeauftritt in Mailand erwies sich dabei als wichtiger Türöffner für neue Geschäftskontakte. „Wir wurden dort sogar vom örtlichen TV-Sender interviewt“, sagt Katalin Fürstin von Wrede.
Empfehlung und Tipps für Exporteinsteiger
Die Fürst Carl Schlossbrauerei empfiehlt Go International ausdrücklich weiter. Gerade für mittelständische Unternehmen biete das Programm wertvolle finanzielle Unterstützung und fachliche Orientierung beim Markteintritt, so Fürstin von Wrede.
Als Tipps für Exporteinsteiger nennt die Brauerei:
- Den Zielmarkt gründlich analysieren und kulturelle Besonderheiten berücksichtigen
- Auf professionelle Übersetzungen und lokalisierte Marketingmaterialien setzen
- Persönliche Kontakte und verlässliche Partner vor Ort aufbauen
- Geduld mitbringen – nachhaltiger Exporterfolg braucht Zeit
In Kooperation mit Enterprise Europe Network
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