Josera Petfood: Mit Qualität und starken Partnerschaften weltweit erfolgreich
Kleinheubach (August/September 2026) - Betreten Besucher das Bürogebäude der Firma Josera in Kleinheubach, fallen diesen sofort die Schilder neben den Türen der einzelnen Räume auf: Nowy Tomysl (Polen), Lviv (Ukraine), Singapur, Arusha (Tanzania). „Die Zimmer sind nach den Standorten benannt bzw. den Orten, in denen man unsere Produkte erhält,“ erklärt Firmensprecherin Carolin Fürst.Von klein zu groß
v.l.: Carolin Fürst und Coenraad de Bruijn von Josera und Hans-Peter Gries von der IHK Aschaffenburg vor der Josera Produktpalette.
Was 1941 als landwirtschaftlich geprägtes Familienunternehmen im unterfränkischen Weilbach begann, ist heute ein international erfolgreicher Hersteller von Futtermitteln, Super Premium-Tiernahrung und Lebensmitteln. Gegründet wurde der Betrieb von Pauline und Josef Erbacher - daher auch der Firmenname – als Futterkalk- Werk.
Mit 1.000 Beschäftigten in der Unternehmensgruppe weltweit und Vertretungen in über 80 internationalen Märkten zählt Josera heute zu den führenden deutschen Marken im Futtermittel- und Heimtierfutter-Segment. Der Erfolg im Ausland ist das Ergebnis einer gut durchdachten Internationalisierungsstrategie und langfristigen Partnerschaften.
„Die ersten Jahrzehnte waren vor allem vom Agrargeschäft geprägt“, sagt Carolin Fürst. „Nach und nach kamen dann immer mehr Kundenanfragen nach Heimtiernahrung – denn damals hatte fast jeder Bauernhof einen Hofhund.“ Seit den 1990er-Jahren entwickelte sich der Betrieb aus der damals noch überschaubaren Tiernahrungsbranche zu einem globalen Player, aktuell in der 3. Generation geführt.
Erste Exportkontakte entstanden anfangs fast beiläufig auf internationalen Fachmessen: „Die Exportgeschäfte ergaben sich Anfang der 1990er-Jahre auf internationalen Messen. Viele unserer Agrarkunden hatten selbst Hunde oder Katzen und fragten nach hochwertigem Tierfutter. So ist unser Exportgeschäft Schritt für Schritt gewachsen“, erinnert sich Coenraad de Bruijn, Sales Management Export bei Josera.
Von Europa in die Welt
Josera Werk in Nowy Tomyśl in Polen.
Heute sind Josera-Produkte auf nahezu allen Kontinenten erhältlich. Der Schwerpunkt liegt weiterhin in Europa, doch auch Märkte in Afrika, Südamerika, Asien und weiteren Regionen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Eigene Vertriebsgesellschaften – beispielsweise in Polen und der Ukraine – ergänzen das internationale Netzwerk aus Importeuren und Vertriebspartnern. Investitionen in Produktion und Logistik spielen im In- wie Auslandsgeschäft eine große Rolle. Am polnischen Standort entstand erst kürzlich ein neues, hochmodernes Werk, das die wachsende Nachfrage in Europa bedienen soll.
„Unsere Produktionskapazitäten in Deutschland waren mehr oder weniger ausgelastet. Deshalb haben wir in Polen gezielt investiert, um zu wachsen und unsere internationalen Kunden noch besser versorgen zu können“, erklärt Coenraad de Bruijn.
Erfolgreich durch die richtigen Partner
„Der wichtigste Erfolgsfaktor im Export sind die richtigen Partner. Man muss die Märkte kennen, regelmäßig vor Ort sein und gemeinsam Strukturen aufbauen.“ sagt Coenraad de Bruijn.
Und: Für Klinken putzen dürfe man sich nicht zu schade sein. Nicht jede internationale Partnerschaft entwickelt sich erfolgreich. Auch diese Erfahrung gehört für Josera zum Exportgeschäft.
Was auch dazugehört: „In der Geschäftswelt trifft man nicht immer die richtige Entscheidung – man kann auch mal daneben liegen. Wichtig ist, Entwicklungen ehrlich zu bewerten und – wenn nötig – auch den Mut zu haben, einen Vertriebspartner zu wechseln. Nachhaltiger Erfolg entsteht nur mit den richtigen Partnern“, sagt Coenraad de Bruijn.
Neben klassischen Importeuren setzt das Unternehmen in den ausländischen Märkten bewusst auf Vertriebsgesellschaften. So konnte beispielsweise nach dem Wegfall eines wichtigen Agrarkunden in der Ukraine eine eigene Organisation aufgebaut werden, die heute sowohl Agrarprodukte als auch Heimtiernahrung vertreibt. Neue Vertriebspartner werden bei Josera intensiv geschult. Sie besuchen den Unternehmensstandort in Bayern, lernen die Produktion kennen und erhalten Einblicke in den Heimtierfutter Markt. Anschließend begleiten die Exportverantwortlichen den Markteintritt im jeweiligen Land eng – von der Positionierung der Produkte bis zur Vertriebsstrategie.
Export: Mehr als nur Produkte verkaufen
Die Anforderungen an internationale Märkte haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verändert. Während früher wenige Produkte für nahezu alle Vertriebskanäle ausreichten, verlangt der Handel heute maßgeschneiderte Konzepte für Fachhandel, Züchter, Supermärkte oder Onlineplattformen.
„Früher konnte man mit einer kleinen Produktpalette viele Kunden bedienen. Heute erwarten unterschiedliche Vertriebskanäle ganz unterschiedliche Sortimente. Deshalb begleiten wir unsere Partner viel intensiver als früher und entwickeln passende Konzepte für ihre Märkte“, so Coenraad de Bruijn.
Messen als Türöffner für neue Märkte
Internationale Fachmessen spielen eine zentrale Rolle bei der Erschließung neuer Märkte. Veranstaltungen wie die Interzoo in Nürnberg oder die Eurotier in Hannover bieten gute Gelegenheiten, bestehende Kunden zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.
Selbst in etablierten Märkten ergeben sich dort immer wieder neue Chancen. Auch „Exoten“ kommen hinzu: Zuletzt gab es erste Gespräche mit potenziellen Vertriebspartnern von den Seychellen – ein Beispiel dafür, dass selbst nach Jahrzehnten internationaler Tätigkeit noch neue Märkte erschlossen werden können.
Unverzichtbar – gerade beim internationalen Geschäft - ist die Expertise der IHK Aschaffenburg: Seit Jahren arbeitet die Exportabteilung bei Josera eng mit den Expertinnen der Abteilung International zusammen. Deren Leiter Hans-Peter Gries und sein Team stehen bei Fragen rund um Zoll oder auch Förderberatung
Europa bleibt Wachstumsmotor
Trotz weltweiter Präsenz sieht Josera weiterhin großes Potenzial innerhalb Europas. Ziel ist es, die Position als einer der führenden Premiumanbieter für Heimtiernahrung weiter auszubauen.
Coenraad de Bruijn: „Wir wollen innerhalb Europas zu den führenden internationale Markenherstellern im Super Premiumsegment gehören. Wir haben bereits viel erreicht, sehen aber noch großes Wachstumspotenzial.“
In Kooperation mit Enterprise Europe Network
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