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Das Bild zeigt Personen bei einer Tischrunde.

Wenn Unternehmenspraxis EU‑Politik mitgestaltet: Brüssel‑Formate der Bayerischen Industrie- und Handelskammern

München (Mai 2026) - Brüssel‑Formate der Bayerischen Industrie- und Handelskammern und der Wirtschaftskammer Österreich mit Unterstützung des EEN: Europa reguliert und Unternehmen müssen handeln. Ob Digitalisierung, Medizintechnik oder Klimaschutz: Entscheidungen, die in Brüssel vorbereitet werden, bestimmen Investitionen, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit oft über Jahrzehnte. Doch Gesetze können nur dann funktionieren, wenn sie die betriebliche Realität berücksichtigen. Genau hier setzen die Brüssel‑Veranstaltungen der Bayerischen Industrie‑ und Handelskammern an, die sie gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und mit Unterstützung des European Enterprise Network (EEN) organisiert.

Worum es bei den Veranstaltungen wirklich geht

Gruppenbild in Brüssel

Bild: Gruppenfoto zur Expertenrunde zum Digitalen Omnibus in Brüssel

Die Formate in Brüssel sind keine klassischen Konferenzen. Sie sind Arbeitsräume, in denen unternehmerische Praxis, politische Entscheidungsprozesse und europäische Regulierung gezielt zusammengeführt werden. Bayerische und österreichische Unternehmen bringen dort ihre Erfahrungen, Sorgen und Lösungsvorschläge direkt in den politischen Prozess ein – bevor Gesetze final beschlossen sind.

In Expertenrunden im kleinen Kreis sprechen Unternehmen offen mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und der Verwaltungen darüber:

  • wo Regulierung in der Praxis hakt,
  • bürokratische Hürden/ Doppelregulierung.
  • welche Pflichten Investitionen bremsen,
  • und welche Anpassungen Innovation ermöglichen, ohne Schutzstandards zu senken.

Im Februar stand in der Expertenrunde zum Digitale Omnibus beispielsweise die Frage im Mittelpunkt, ob der Kommissionsvorschlag tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung für Unternehmen führen kann oder ob er hinter den Erwartungen zurückbleibt. Deutlich wurde: Vereinfachung entfaltet nur dann Wirkung, wenn sie in der Praxis ankommt. Unklare Definitionen, parallele Berichtspflichten und fragmentierte Zuständigkeiten bremsen Investitionen und Innovationsbereitschaft. Dabei konnte das Feedback der Unternehmer zum Start der rasch durchgeführten Verhandlungen im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat an Silke Dalton, Kabinettsmitglied von Henna Virkkunen, MdEP Sergey Lagodinsky, Schattenberichterstatter der Grünen im Rechtsausschuss sowie an Vertreterinnen der Ständigen Vertretung der BRD weitergeben werden.

Die Abendveranstaltungen mit mehreren hundert Teilnehmenden schlagen den Bogen zu den Expertenrunden. Sie machen sichtbar, welche wirtschaftlichen Auswirkungen politische Weichenstellungen haben und geben europäischen Entscheidungsträgern ein klares Stimmungsbild aus der Praxis.

Im März stand die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie im Kontext ambitionierter CO₂‑Bepreisung im Mittelpunkt. Mit Blick auf die bevorstehenden Revisionen von EU‑ETS und CBAM diskutierten Unternehmen, Ökonomen und Vertreterinnen und Vertreter der EU‑Institutionen die zentrale Frage: Wie gelingt der Balanceakt zwischen Klimaschutz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit?

Die Diskussion zeigte deutlich, dass ambitionierte Klimaziele breite Unterstützung finden. Unternehmen benötigen jedoch realistische Zeitpläne, stabile Rahmenbedingungen und Schutz vor Carbon Leakage, um die Transformation stemmen zu können. Investitionen in CCS/CCU, Wasserstoff, Infrastruktur und erneuerbare Energien erfordern Planungssicherheit und internationale Koordination, damit Europa keinen einseitigen Wettbewerbsnachteil erleidet.

Was Unternehmen konkret davon haben

Podiumsdiskussion Brüssel

Bild: Podiumsdiskussion zum digitalen Fitness Check in Brüssel

Unternehmen profitieren auf mehreren Ebenen von der Teilnahme an den Veranstaltungen:

  • Früher Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess, statt spätere Anpassung
  • Direkter Zugang zu Entscheidern
  • Praxisnahe Orientierung
  • Gerade KMU erhalten über das EEN eine Plattform

Warum das EEN vor Ort in Brüssel entscheidend ist

Diskussion in Brüssel.

Bild: Dr. Norbert Ammann, IHK München

Das European Enterprise Network ist mehr als ein Beratungsnetzwerk. Es ist ein Übersetzer zwischen Unternehmensrealität und EU‑Politik.

Das EEN Bayern unterstützt Unternehmen dabei, ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsvorschläge direkt in Brüssel zu platzieren – dort, wo die Weichen gestellt werden.

Die Veranstaltungen sind dabei eingebettet in weitere EEN‑Services der IHK München und Oberbayern: von Unternehmensberatung, internationale Partnersuche bis zur Innovations‑ und Fördermittelberatung.

Themen mit hoher Relevanz für die Wirtschaft

Die Brüssel‑Formate 2026 greifen bewusst Schlüsselthemen der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit auf:

  • digitale Regulierung (Digitaler Omnibus, KI‑Recht),
  • Reform der Medizinprodukteverordnung,
  • internationale Wettbewerbsfähigkeit unter ETS und CBAM,
  • das 28. Regime (EU Inc.),
  • Tech Souvereignity Package
  • Kreislaufwirtschaft
  • Außenhandel etc.

Europäische Gesetzgebung ist gestaltbar, aber nur für diejenigen, die sich rechtzeitig einbringen. Die Brüssel‑Veranstaltungen der Bayerischen Industrie-und Handelskammern mit Unterstützung des EEN bieten Unternehmen genau diese Möglichkeit.

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