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Containerschiff im Hafen.

Der hessische Außenhandel

Mehr als die Hälfte ihres Umsatzes erwirtschaftet die hessische Industrie im Ausland. Der Außenhandel ist somit zentraler Treiber für das Wirtschaftswachstum und die Sicherung von Arbeitsplätzen in Hessen. Der Export war auch im Jahr 2025 von großen Unsicherheiten geprägt. Vor allem die volatile Handelspolitik der USA stellte viele hessische Unternehmen vor große Herausforderungen.

Die tatsächlichen Lieferzahlen spiegeln für Hessen diese Situation auf den ersten Blick nicht. Für das Jahr 2025 summierten sich die hessischen Exporte auf 86,5 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 9 Prozent. Im Vorjahr 2024 waren die Lieferungen um zwei Prozent rückläufig.  

Hessens Außenhandel nach Ländern und Regionen

Wichtigster Absatzmarkt sind weiterhin die USA mit hessischen Exporten in Höhe von 11,8 Mrd. Euro gefolgt von Frankreich mit 6,1 Mrd. Euro sowie Polen und Niederlande mit jeweils 5 Mrd. Euro und Italien (4,5 Mrd.).

Wichtigste Handelspartner 2025

Ship Export Import

Analysen zu wichtigen Auslandsmärkten

55 Prozent der hessischen Exporte gehen in andere EU-Länder. Im Jahr 2025 lieferten hessische Unternehmen Waren im Wert von 48 Milliarden in andere EU-Länder, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 12 Prozent.

Der wichtigste europäische Handelspartner für hessische Unternehmen ist weiterhin Frankreich mit einem Exportvolumen von 6 Milliarden Euro (plus 2 Prozent gegenüber 2024). Es folgen Polen  und die Niederlande mit einem Exportvolumen von jeweils 5 Milliarden Euro. Die Exporte nach Spanien stiegen um beeindruckende 31 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Auch mit Österreich (plus 17 Prozent) und Tschechien (plus 10 Prozent) liegen die Geschäfte sehr gut.

Der europäische Binnenmarkt bewährt sich einmal wieder als Stabilitätsanker und Wachstumsmarkt für hessische Unternehmen.

Die USA sind weiterhin der wichtigste Einzelabsatzmarkt für hessische Unternehmen. Die traditionell sehr starken Pharmaexporte aus Hessen in die USA haben sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt auf einen Rekordwert von rund 6 Milliarden Euro. Damit bezieht sich genau die Hälfte der hessischen Lieferungen auf diesen Sektor. Die volatile Handelspolitik hat hierzu sicherlich einen Beitrag geleistet.

Bedingt durch diese Dynamik in dieser Branche stieg der hessische Gesamtexport in die USA um mehr als ein Viertel auf einen Rekordwert von fast 12 Milliarden Euro. Die Entwicklung ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Die hessischen Chemieexporte in die USA verzeichneten einen Rückgang von 23 Prozent, Exporte von Maschinen und Kunststoffwaren sanken um 11 Prozent. Sehr positiv entwickelte sich der Export von Metallwaren mit einem Plus von 35 Prozent.

Die hessischen Exporte nach Mexiko legten um 14 Prozent und erreichten ein Rekordhoch von einer Milliarde Euro. Die Lieferungen nach Kanada gingen um 10 Prozent zurück auf rund 680 Millionen Euro. 

Die US-Zollpolitik sorgt weiter für große Unsicherheit. Sie belastet bestehende Lieferbeziehungen und hemmt neue Investitionen, wie auch zwei aktuelle Umfragen zum US-Geschäft aus dem IHK/AHK-Netzwerk zeigen.

Die Region ist noch kein Schwerpunkt des hessischen Exportes, gewinnt aber kontinuierlich an Bedeutung. Im Jahr 2025 entwickelten sich die hessischen Lieferungen nach Argentinien und Peru mit einem Plus von mehr als 20 Prozent besonders dynamisch. Mit Abstand der wichtigste Markt ist Brasilien mit einem Exportvolumen von rund 760 Millionen Euro im Jahr 2025. Durch das EU-Mercosur-Abkommen besteht ein großes Wachstumspotenzial für die kommenden Jahre.

Die asiatischen Märkte waren für die hessische Wirtschaft im Jahr 2025 kein Wachstumsmarkt. Die hessischen Lieferungen in die fünf wichtigsten asiatischen Märkte entwickelten sich im Jahr 2025 rückläufig. Der Chinaexport sank um 1,5 Prozent auf 4 Milliarden Euro. An zweiter und dritter Stelle folgen nun Japan (minus 3 Prozent) und Korea (minus 6,5 Prozent) und einem Exportvolumen von jeweils rund einer Milliarde. Auch die Lieferungen nach Indien sanken leicht auf 823 Millionen Euro. Das EU-Indien-Abkommen verspricht hier mittelfristig gute Geschäftschancen.

Die hessischen Exporte nach Afrika haben im Jahr 2025 um 15 Prozent zugenommen. Der wichtigste Markt ist nach wie Südafrika (plus 18 Prozent). Die hessischen Exporte in den zweitwichtigsten Markt Algerien hat entgegen stagnierenden Bundeszahlen um beeindruckende 47 Prozent zugelegt. Ägypten wiederum verzeichnete aus hessischer Sicht einen leichten Rückgang der Exporte (Minus 4,5 Prozent), während die deutschen Exporte um 12 Prozent zulegten. Auch die hessischen Lieferungen nach Marokko und Tunesien stiegen um 15 bzw. 35 Prozent zu.

In den folgenden Übersichten finden Sie detaillierte Außenhandelszahlen für die Jahre 2025 und 2024, aufgeschlüsselt nach Einfuhr, Ausfuhr, Handelsvolumen sowie Handelsbilanz.

 

Außenhandelszahlen nach Ländern gesamt pro Jahr 2025

Datenverarbeitungsgeräte, elektr. u. opt. Erzeugn. 7.1 Mrd.
ES Spanien 0.8 Mrd.
NL Niederlande 0.6 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 0.5 Mrd.
Maschinen 10.1 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 1 Mrd.
CN China 0.8 Mrd.
FR Frankreich 0.7 Mrd.
Elektrische Ausrüstungen 7.5 Mrd.
CZ Tschechien 0.7 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 0.7 Mrd.
ES Spanien 0.6 Mrd.
Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse 13.1 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 5.9 Mrd.
NL Niederlande 0.7 Mrd.
CH Schweiz 0.7 Mrd.
Chemische Erzeugnisse 12.4 Mrd.
PL Polen 1.3 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 1 Mrd.
FR Frankreich 1 Mrd.
Kraftwagen und Kraftwagenteile 6.8 Mrd.
ES Spanien 0.8 Mrd.
CZ Tschechien 0.7 Mrd.
FR Frankreich 0.6 Mrd.

Hessens wichtigste Importwaren

Die drei wichtigsten Herkunftsländer je Warengruppe, gemessen in Milliarden Euro.

Datenverarbeitungsgeräte, elektr. u. opt. Erzeugn. 22.5 Mrd.
CN China 6.9 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 3.3 Mrd.
VN Vietnam 1.8 Mrd.
Elektrische Ausrüstungen 7.9 Mrd.
CN China 2.3 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 0.9 Mrd.
FR Frankreich 0.5 Mrd.
Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse 14 Mrd.
CH Schweiz 3.9 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 3.1 Mrd.
FR Frankreich 1.6 Mrd.
Metalle 12.8 Mrd.
CH Schweiz 3.4 Mrd.
BE Belgien 2.7 Mrd.
ZA Südafrika 1.3 Mrd.
Chemische Erzeugnisse 9.6 Mrd.
US Vereinigte Staaten von Amerika 1.4 Mrd.
IE Irland 1.1 Mrd.
FR Frankreich 0.8 Mrd.
Kraftwagen und Kraftwagenteile 10.2 Mrd.
CZ Tschechien 2 Mrd.
ES Spanien 1.3 Mrd.
FR Frankreich 1.3 Mrd.

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