An den Außengrenzen kontrollieren die Behörden Waren aus Drittländern, um Produktsicherheit zu gewährleisten und fairen Wettbewerb im Binnenmarkt sicherzustellen. Dabei arbeiten sie eng mit den nationalen Marktüberwachungsbehörden zusammen.
Durch den boomenden E-Commerce wird diese Aufgabe immer schwieriger: Seit 2022 hat sich das Paketaufkommen jährlich verdoppelt. 2024 wurden rund 4,6 Milliarden Sendungen in die EU geliefert – etwa 180 pro Sekunde.
Eine EU-weite Kontrollaktion zeigt, dass viele dieser Produkte nicht den Vorschriften entsprechen. Bei 20.000 geprüften Spielzeugen und Elektronikartikeln war mehr als die Hälfte mangelhaft, und 84 % der im Labor getesteten Produkte wurden als gefährlich eingestuft.
Da inzwischen 97 % aller Sendungen Kleinsendungen sind, stoßen herkömmliche Kontrollen an ihre Grenzen. Die EU reagiert mit neuen Maßnahmen: Ab Juli 2026 soll die Zollfreigrenze entfallen und durch eine Pauschale von 3 Euro pro Artikel ersetzt werden. Zudem werden Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen, die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.
Quelle: Generaldirektion für Steuern und Zölle TAXUD, BHI NL Nr. 04/2026