Indien
Indien: Kurzüberblick zur Wirtschaft
Indien, als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, verzeichnet ein dynamisches Wirtschaftswachstum und spielt eine bedeutende Rolle im internationalen Vergleich. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählen die Informationstechnologie und Software-Dienstleistungen, die Pharmaindustrie, die Automobilindustrie, die Textilproduktion, die Landwirtschaft und der Energiesektor. Besondere wirtschaftliche Cluster befinden sich in den Regionen um Bengaluru (IT und Software), Mumbai (Finanzen und Handel), Pune (Automobil und Fertigung) und Hyderabad (Pharma- und Biotechnologie).
Importe und Exporte
Indiens wichtigste Exporte umfassen Textilien und Bekleidung, Edelsteine und Schmuck, Chemikalien und Mineralölprodukte, Maschinen und Ausrüstung, Pharmazeutika sowie Lebensmittel. Die wichtigsten Importe bestehen aus Rohöl und Mineralölprodukten, Elektronik, Gold, Maschinen und Chemikalien.
Die bedeutendsten Handelspartner Indiens sind die Vereinigten Staaten, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Europäische Union, Saudi-Arabien und Russland. Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in Indien sind in den letzten Jahren gestiegen, wobei Deutschland eine zentrale Rolle spielt. Deutsche Investitionen konzentrieren sich vor allem auf den Automobilsektor, Chemie und Maschinenbau.
Deutsch-indische Handels- und Investitionsbeziehungen
Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Indiens in der EU. Deutsche Unternehmen sind in Indien vor allem in den Branchen Automobil, Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik und Pharma tätig.
Am 27. Januar 2026 haben die EU und Indien den Abschluss der Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen verkündet. Das Abkommen ist jedoch noch nicht in Kraft. Bestehende Zölle, Handelsregelungen und Verfahren bleiben zunächst unverändert.
Das Abkommen sieht einen weitreichenden Abbau von Zöllen auf Waren in beide Richtungen vor. Für deutsche Unternehmen sind unter anderem Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Elektrotechnik, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Medizintechnik relevant. Umfang und Zeitpunkt der Zollsenkungen unterscheiden sich je nach Produkt.
Unternehmen sollten daher die weitere Entwicklung und den Ratifizierungsprozess verfolgen und mögliche Auswirkungen auf ihre Lieferketten frühzeitig prüfen.
Weitere Informationen zum Freihandelsabkommen EU und Indien
Die Indo-German Chamber of Commerce (AHK Indien)unterstützt Unternehmen beim erfolgreichen Einstieg und Ausbau ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten vor Ort.
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